Auf einen Blick
- Ein einseitiges Briefing macht Angebote vergleichbar.
- Zwei bis vier Angebote auf Basis desselben Briefings reichen meist.
- Im Erstgespräch zählt, wer konkret an Ihrem Projekt arbeitet.
- Rechte, Zugänge, Laufzeit und Kündigung gehören schriftlich in den Vertrag.
Schritt 1: Das Briefing
Bevor Sie Anbieter ansprechen, schreiben Sie eine Seite über Ihr Vorhaben. Sie zwingt Sie, sich festzulegen, und gibt allen Anbietern dieselbe Grundlage. Diese sechs Punkte genügen:
- Ausgangslage: Was gibt es heute, was funktioniert, was nicht?
- Ziel: Was soll am Ende anders sein? Mehr Anfragen, Bewerbungen, Buchungen?
- Zielgruppe: Wen wollen Sie erreichen?
- Umfang: Welche Leistungen erwarten Sie, welche erledigen Sie selbst?
- Rahmen: Budgetrahmen und Termin, so ehrlich wie möglich.
- Ansprechperson: Wer entscheidet bei Ihnen, und wer liefert Inhalte?
Ein Budgetrahmen ist kein Verhandlungsnachteil. Er verhindert, dass Agenturen für ein völlig anderes Projekt kalkulieren.
Schritt 2: Anbieter auswählen
Schauen Sie sich die Websites möglicher Anbieter an und achten Sie auf drei Dinge: Passt der Schwerpunkt zu Ihrem Vorhaben? Gibt es Arbeiten, die Ihrem Projekt ähneln? Wird klar, wer im Unternehmen arbeitet?
Einen Überblick über Agenturen mit Sitz in Heidelberg, geordnet nach Schwerpunkt, finden Sie im Agentur-Überblick. Schreiben Sie zwei bis vier Anbieter mit demselben Briefing an. Mehr Angebote machen den Vergleich selten leichter.
Schritt 3: Das Erstgespräch
Das erste Gespräch ist auch ein Test, wie die Zusammenarbeit später läuft. Diese Fragen helfen:
- Wer arbeitet konkret an meinem Projekt, und wer ist meine feste Ansprechperson?
- Welche Teile vergeben Sie an Freelancer oder Partner?
- Wie läuft das Projekt ab, und wann brauchen Sie was von mir?
- Wie messen wir am Ende, ob das Projekt erfolgreich war?
- Was passiert nach dem Projektende: Wartung, Änderungen, Betreuung?
Achten Sie darauf, ob die Agentur Rückfragen zu Ihrem Geschäft stellt. Wer nur über die eigene Technik spricht, hat Ihr Ziel womöglich nicht verstanden.
Schritt 4: Angebote vergleichen
Legen Sie die Angebote nebeneinander und prüfen Sie Posten für Posten, ob dasselbe gemeint ist:
| Prüfpunkt | Darauf achten |
|---|---|
| Leistungsbeschreibung | Einzelne Leistungen statt einer Gesamtpauschale |
| Korrekturen | Anzahl der Runden und Preis jeder weiteren |
| Inhalte | Texte, Fotos, Lizenzen: enthalten oder nicht? |
| Zeitplan | Meilensteine und Ihre Zulieferungen |
| Folgekosten | Hosting, Wartung, Lizenzen, Betreuung pro Monat |
| Zahlungsplan | Abschläge nach Meilensteinen statt alles im Voraus |
Was die einzelnen Posten bei einer Website bedeuten, erklärt der Beitrag Was kostet eine Website?, für Suchmaschinenoptimierung der Beitrag Was kostet SEO?
Schritt 5: Der Vertrag
Auch bei kleinen Projekten sollte schriftlich festgehalten sein, was vereinbart wurde. Diese Punkte gehören hinein:
- Leistungsumfang mit Verweis auf das Angebot.
- Nutzungsrechte an Design, Texten, Fotos und Code: Was dürfen Sie damit tun, auch ohne die Agentur?
- Zugänge: Domain, Hosting, Google-Konten und Analyse-Werkzeuge laufen auf Ihr Unternehmen.
- Abnahme: Wie und wann wird das Ergebnis abgenommen?
- Laufzeit und Kündigung bei laufenden Leistungen wie SEO oder Anzeigenbetreuung.
- Datenschutz: Wenn die Agentur personenbezogene Daten verarbeitet, etwa aus Kontaktformularen, ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nötig.
Bei größeren Projekten lohnt es sich, den Vertrag fachkundig prüfen zu lassen.
Warnsignale auf einen Blick
- Garantierte Platzierungen bei Google.
- Die Website oder das Werbekonto bleibt Eigentum der Agentur.
- Lange Laufzeiten ohne Kündigungsmöglichkeit.
- Druck, sofort zu unterschreiben.
- Keine Ansprechperson mit Namen.
Für Webdesign-Projekte in der Region gibt es einen eigenen Ratgeber: Webdesign in Heidelberg. Für Suchmaschinenoptimierung: SEO in Heidelberg.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob Referenzen echt sind?
Lassen Sie sich laufende Websites oder Kampagnen zeigen, nicht nur Entwürfe. Fragen Sie, welchen Teil die Agentur geleistet hat. Wenn möglich, sprechen Sie kurz mit einem früheren Auftraggeber.
Sollte ich ein kostenloses Konzept verlangen?
Das ist nicht üblich und auch nicht fair. Ein gutes Konzept ist Arbeit. Bezahlte Workshops oder kleine Vorprojekte sind ein besserer Weg, die Zusammenarbeit zu testen.
Ist ein Pitch mit mehreren Agenturen sinnvoll?
Bei großen Projekten ja, dann aber mit Aufwandsentschädigung. Für eine Unternehmenswebsite oder eine lokale Kampagne genügen Gespräche und schriftliche Angebote.